Darf ich dir eine einfache Frage stellen?

Und ich würde mich freuen, dass du sie ehrlich beantwortest – zumindest dir selbst gegenüber.

Ist nach den letzten Krisen irgendetwas in deinem Leben wieder billiger geworden?

Dein Strom? Deine Miete? Dein Wocheneinkauf? Dein Benzin? Egal, mit wem du sprichst – die Antwort ist immer dieselbe:
Nichts.
Nicht ein einziger Cent ist zurückgekommen. Die Preise schießen rauf, schnell, aggressiv – und dann bleiben sie oben. Jedes Mal. Ohne Ausnahme. Wenn das kein Zufall ist, sondern System – was müsstest du tun, um da rauszukommen? Was müsstest du ändern? Nicht an der Welt, nicht an der Politik. Sondern an deiner eigenen Position? Natürlich kannst du wegziehen. Auswandern. So tun, als gäbe es einen sicheren Ort. Aber wir glauben: Weglaufen ist keine Lösung. Die Frage ist: Was machen wir hier, wo wir sind? Wie werden wir gemeinsam resilient? 

Irgendwo auf der Welt knallt es – so fängt es immer an.

2020 war es ein Virus.

Lockdowns, stehende Containerschiffe, unterbrochene Lieferketten.

Auf einmal wurde alles teurer: Holz, Stahl, Chips, Lebensmittel. Egal was.
2022 war es die Ukraine.

Russland drehte den Gashahn zu, die Gaspreise explodierten, und weil in Deutschland ein großer Teil des Stroms mit Gas erzeugt wird, zogen die Strompreise nach. Im Herbst 2022 schoss die Inflation in Deutschland auf 10,4 beziehungsweise 11,6 Prozent – der höchste Stand seit den 1970ern. Hast du’s gemerkt?
Natürlich. Deine Nebenkostenabrechnung hat es dir in Großbuchstaben erklärt.

Und jetzt? 2026?

Wieder erklären dir die Expertinnen und Experten in Talkshows, warum das alles völlig logisch ist.
Externer Schock. Geopolitische Spannungen. Vorübergehende Verwerfungen.
„Wird sich normalisieren. “ Immer dieselben Worte, immer dieselbe Geschichte. Und du denkst: Ja, klingt irgendwie plausibel.
Natürlich steigen Preise, wenn Krieg ist.
Natürlich wird Benzin teurer, wenn Öl knapp ist.
Das ist doch logisch, oder?
Genau das solltest du glauben. 
Die Krise endet – aber die Preise bleiben.

Covid ist vorbei. Der Ukraine-Krieg läuft seit vier Jahren.
Ist irgendetwas wieder wirklich billiger geworden?
Wir kennen die Antwort. Trotzdem klammern sich viele an die Idee, dass es diesmal anders wird.

Dass der Iran-Krieg endet – und alles wieder so wird wie vorher.
Wenn wir ehrlich sind: Es wurde nie wieder wie vorher.
Nicht ein einziges Mal. Und genau dieses Muster musst du sehen. Dieses Mal geht es noch tiefer, denn diesmal ist nicht nur alles teurer – diesmal fehlt manches ganz real. Sprechen wir über 
Die Straße von Hormus.

Diese Meerenge ist einer der empfindlichsten Punkte der Weltwirtschaft.

Mehr als ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls und ein großer Teil des LNG fließen jeden Tag durch dieses Nadelöhr. Der Iran-Krieg hat diese Route zeitweise faktisch dicht gemacht. Reedereien stoppen Fahrten, der Durchfluss an Öl ist um bis zu 90–98 Prozent eingebrochen – Millionen Barrel fehlen täglich. Und die USA unter Präsident Trump nutzen die Lage, um Länder zu drängen, Öl und Gas direkt aus den USA zu beziehen – zu ihren Bedingungen. Stell dir vor, alle wollen gleichzeitig an das verbleibende Öl. Was passiert? Alle rennen panisch los. Der Lauteste, der Reichste, bekommt den letzten Tropfen. Und genau das sehen wir jetzt auf dem Weltmarkt. Und Öl ist nur der Anfang.
Vor wenigen Wochen hat Israel das Gasfeld South Pars in Iran angegriffen, eines der größten Gasfelder der Welt.
Kurz darauf hat der Iran zurückgeschlagen – unter anderem auf Ras Laffan in Katar, das Herz der LNG-Produktion des Landes.
Ras Laffan ist eines der wichtigsten LNG-Zentren der Welt; ein erheblicher Teil der globalen Flüssiggasversorgung hängt an dieser Anlage. Die Folge: Teile der Infrastruktur sind schwer beschädigt, ein spürbarer Teil der Export Kapazität ist auf unbestimmte Zeit weg.
Und Katar tut, was ein Konzern eben tun muss: Kunden informieren.
„Wir können Verträge nicht mehr einhalten.“ Nicht: „Wir liefern später.“ Sondern: „Wir liefern gar nicht. “Das ist kein Preisproblem mehr. Das ist nicht: „Das Gas ist jetzt halt teurer. “Das ist: „Das Gas ist physisch nicht da. “Die Anlage ist kaputt. Die Schiffe können nicht beladen werden.
Egal, wie viel du bietest: Es gibt nichts zu liefern. 

Und Europa?

Die Speicherstände sind nach dem Winter niedrig, während tankende Schiffe lieber nach Asien fahren, weil dort mehr bezahlt wird.
Deutschland, Österreich, die Schweiz – alle sind in unterschiedlichem Maß auf Importe angewiesen, viele ohne langfristige, wirklich sichere Lieferverträge. Offiziell heißt es: „Wir haben alles im Griff.“ Inoffiziell sieht man schon, wie hart um Gas und Öl gerungen wird. Gleichzeitig hängen an Gas und Öl nicht nur Heizung und Strom, sondern auch Industrie, Krankenhäuser, Lebensmittelproduktion.

Ein Konzern wie Linde, einer der größten Industriegas Hersteller der Welt, warnt bereits vor Engpässen und priorisiert kritische Bereiche wie Medizin und Lebensmittelsektor gegenüber weniger systemrelevanten Verbrauchern.
Wenn ein solcher Akteur anfängt zu rationieren, ist das kein Planspiel mehr, sondern Gegenwart. Und dann ist da noch etwas, über das viel zu selten gesprochen wird: Dünger. 
Ein großer Teil des weltweiten Stickstoffdüngers – Harnstoff, Ammoniak – kommt direkt oder indirekt aus der Golfregion.

Iran, Katar, Saudi-Arabien gehören zu den wichtigsten Exporteuren.
Ohne Dünger wächst nichts: kein Mais, kein Weizen, kein Tierfutter – und damit am Ende auch kein Fleisch, kein Brot, keine Milch. Düngemittel Kosten können bis zu einem Viertel der Gesamtkosten eines Bauernhofs ausmachen, und die Preise haben nach Beginn des Iran-Kriegs bereits zweistellig zugelegt – in wenigen Tagen.

Indien zum Beispiel ist einer der größten Düngemittelproduzenten der Welt und zugleich stark von Gasimporten aus dem Nahen Osten abhängig.
Wenn Gas fehlt, bricht dort die Produktion ein – und plötzlich wird der Konflikt im Nahen Osten in indischen Haushalten spürbar, wo Koch-Gas knapp geworden ist. Das ist die Kette:
Kein Gas – weniger Dünger – geringere Ernten – höhere Preise – mehr Hunger.

Vielleicht werden wir hier nicht als Erste hungern.
Aber es gibt schon heute Menschen in unserer Stadt, die es sich jetzt schon schwer tun, sich gut zu versorgen.
Und die nächste Kostenfalle inklusive neuer Steuern ist noch nicht einmal richtig angekommen.

Die meisten Menschen denken beim „Finanzkrise“ an einen Börsencrash, Warteschlangen vor Banken, Schlagzeilen, Panik.
Aber das hier ist anders. Es ist leise. Es schleicht sich an.
Und genau deshalb ist es so gefährlich. Einen Crash siehst du. Er ist laut, plötzlich, dramatisch. 

Was wir gerade erleben, merkst du verzögert – in zwei, drei Jahren.
Du schaust auf dein Konto und fragst dich: „Wo ist die Hälfte hin?“
Und jetzt kommen wir zu der Frage, die wirklich zählt: Wenn all das kein Zufall ist, sondern Ausdruck eines Systems –
wenn jede Krise wie ein Automat funktioniert, der nach oben Gewinne ausspuckt
und nach unten die Kosten ablädt –Was musst du tun, um deine Position zu verändern? Nicht: Wie ändern wir „die Welt“ oder „die Politik“ über Nacht.
Sondern: Wie wirst du weniger abhängig? Wie wirst du resilienter – materiell, sozial, psychisch? Wir glauben, die Antwort beginnt dort, wo wir sind. Und genau deshalb laden wir dich ein: Lass uns gemeinsam resilient werden.
Für uns selbst. Für unsere Nachbarschaft.

 Hier für euch mal die zufall´s Schäden aus dem Letztem Jahr neben dem Krieg zusammengefasst. bitte habt Nachsicht...ich erarbeite die links alle neu nach!! aber nimm die liste als kopie und frag eine ki ​ob sie es euch zuordnet, ihr werdet erstaunt was noch dazu gekommen ist....kommt auch hier bald als ergänzung
Datum
Land
Region/Ort
Name der Anlage als Link
Art
Ursache (Angriff/Unfall/unbekannt)

Art des Schadens (Brand/Explosion/Strukturschaden)
18.03.2026
Iran
South Pars / Asaluyeh
South‑Pars‑Gasfeld & Asaluyeh‑Raffinerien
Gasfeld/Raffinerie
Angriff (Luft-/Raketenangriff Israel) 

Brände in mehreren Anlagen, schwere strukturelle Schäden, Produktionsausfälle wikipedia
18.03.2026
Katar
Ras Laffan
Ras‑Laffan‑LNG‑Komplex
LNG‑Terminal
Angriff (Raketenangriff Iran) tagesspiegel

Großbrand in Teilen des Terminals, „signifikante Schäden“, mehrere LNG‑Züge außer Betrieb aljazeera
03.2026
Kuwait
Mina al‑Ahmadi u.a.
Raffinerie(n) bei Mina al‑Ahmadi
Raffinerie
Wahrscheinlich Angriff (Raketen/Trümmer)Tagesschau

Lokale Brände, gemeldete Beschädigungen an Raffinerie‑Infrastruktur tagesspiegel
03.2026
VAE
Habshan/Bab
Al‑Hosn/Habshan‑Gasfeld, Bab‑Ölfeld
Gasfeld
Angriff (Raketentrümmer) tagesspiegel

Beschädigung von Anlagenteilen durch Raketentrümmer tagesspiegel
20.11.2025
Venezuela
Anzoátegui (José‑Industriekomplex)
Petrocedeno‑Öl‑Upgrader
Raffinerie/Upgrader
Unfall/Explosion, Ursache unklar 

Massive Explosion, Großbrand am Destillationsturm, strukturelle Schäden, Betriebsstopp joiff
Ende 03.2026
USA
Port Arthur, Texas
Valero‑Raffinerie Port Arthur
Raffinerie
Unfall (Ursache wird untersucht) 

Explosion, Großbrand, Evakuierungen, größere Fackel‑Emissionen capitalbnews
04.2026
USA
Nähe Etoile, Texas
Ölbohrloch nahe Etoile
Ölquelle
Unfall (noch untersucht) trtworld

Ölquellen‑Brand, Feuerwehreinsatz und Evakuierungen trtworld
03.02.2026
USA
Lake Charles/Holly Beach, Louisiana
28‑Meilen‑Pipeline (Delfin‑LNG‑Projekt)
Pipeline
Unfall/Explosion, technische Ursache portnews

Große Explosion, lang anhaltender Gasbrand, Pipeline abgeschaltet, Verletzter earthworks
16.01.2026
USA
Nähe Willow River, Minnesota
Northern‑Natural‑Gas‑Fernleitung
Pipeline
Unfall (Leitungsruptur) mcfarlanelaw

Pipeline‑Explosion, zwei große Feuersäulen, Sperrung des Bereichs mcfarlanelaw
16.04.2026
Australien
Geelong, Victoria
Viva‑Energy‑Raffinerie Geelong
Raffinerie
Unfall/technischer Defekt trtworld

Brand in Anlagenteil, Abschaltung wesentlicher Raffineriekapazitäten trtworld
04.2026
Indien
Pachpadra, Rajasthan
HPCL‑Raffinerie Pachpadra
Raffinerie (neu)
Unfall/technischer Fehler trtworld

Feuer in der neuen Raffinerie, Verzögerung der Inbetriebnahme trtworld
05.04.2026*
Russland
Nischni Nowgorod
NORSI‑Raffinerie
Raffinerie
Angriff (ukrainische Drohnen) trtworld

Brände und Schäden, Aussetzung des Betriebs nach Drohnenangriff trtworld
03–04.2026
Russland
Tuapse, Region Krasnodar
Tuapse‑Raffinerie
Raffinerie
Mehrfache Angriffe (ukrainische Drohnen) 

Wiederholte Brände, Evakuierungen, längerer Stillstand der Produktion themoscowtimes
21.01.2026
Russland
Afipsky, Region Krasnodar
Afipsky‑Raffinerie
Raffinerie
Angriff (ukrainische Drohnen) wikipedia

Großbrand, mehrere Verletzte, Teilausfall der Anlage wikipedia
02.11.2025
Russland
Oblast Saratow
Saratow‑Raffinerie
Raffinerie
Angriff (ukrainische Drohnen) kyivindependent

Brand in einem Raffinerie‑Block nach Drohnen­einschlag kyivindependent
24.12.2025
Russland
Temrjuk, Region Krasnodar
Treibstoffterminal Temrjuk
Hafen‑/Lagertanks
Angriff (ukrainische Drohnen) themoscowtimes

Brennende Treibstofftanks, Hafeneinsatzkräfte im Einsatz themoscowtimes
24.12.2025
Russland
Nähe Novoshakhtinsk, Rostow‑Region
Raffinerie Novoshakhtinsk
Raffinerie
Angriff (ukrainische Drohnen) themoscowtimes

Feuer in einem Anlagenteil, Produktionsstörung themoscowtimes
17.04.2026
Russland
Novokuybyshevsk, Oblast Samara
Novokuybyshevsk‑Raffinerie
Raffinerie
Angriff (ukrainische Drohnen) euronews

Großbrand, deutlich sichtbare Flammen und Rauch euronews
Ende 03.2026
Russland
Kirishi, Oblast Leningrad
Kirishi‑Raffinerie (KINEF)
Raffinerie
Angriff (ukrainische Drohnen) scmp

Brand und technische Schäden, zeitweise Produktionspause facebook
12.05.2026
Russland
Region Astrachan / Kaspisches Meer
Gasverarbeitungsanlage (Werke am Kaspischen Meer)
Gasanlage
Angriff (ukrainische Drohnen) brf

Feuer auf dem Werksgelände nach Drohnenfragmenten brf
12.02.2026
Ukraine/RU
Druzhba‑Knoten, Ukraine (Pipeline nach EU)
Druzhba‑Ölpipeline (Pumpstation)
Pipeline
Angriff (russischer Raketenangriff) reuters

Pumpstation beschädigt, Brand, Unterbrechung des Öltransits nach Ungarn/Slowakei reuters


So viele zufällige Brände. Man könnte meinen das der Mangel mit Absicht Provoziert wird?