
Wichtiger Hinweis
Wir sind keine Ärztinnen und Ärzte, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, die Erfahrungen und Informationen rund um Gesundheit und Resilienz zusammenträgt. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information.
Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bitte wende dich bei gesundheitlichen Fragen, Beschwerden oder bevor du deine Behandlung änderst immer an medizinisches Fachpersonal.
Zucker war historisch etwas Besonderes, heute ist er ein unauffälliger Alltagsbegleiter:
Im Frühstück, in Getränken „to go“, im Snack zwischendurch und im Dessert am Abend.
Viele Menschen denken dabei vor allem an klassische Süßigkeiten oder Limonade, übersehen aber, dass raffinierter Zucker und andere freie Zucker in unzähligen verarbeiteten Lebensmitteln stecken – oft, ohne dass wir es schmecken oder erwarten. Das eigentliche Problem ist dabei nicht ein einzelner Löffel Zucker, sondern die Summe:
Freie und zugesetzte Zucker liefern viel Energie, aber kaum Nährstoffe und stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Gesundheitsproblemen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sogenannte freie Zucker – also zugesetzten Zucker und Zucker aus Säften, Honig und Sirup – auf weniger als 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen; Unter 5 Prozent gelten als besonders günstiges Ziel.(Mein persönliches Ziel: 0,0% Industriezucker, unsere echten Lebensmittel haben genug fürs Hirn und bräuchten ihn eigentlich gar nicht.)
Für eine erwachsene Person mit etwa 2000 kcal pro Tag entspricht das maximal rund 50 Gramm freiem Zucker (ca. 10 Teelöffel), besser wären etwa 25 Gramm (ca. 5 Teelöffel) oder weniger. Die europäische Lebensmittelbehörde betont, dass bereits relativ niedrige Zuckermengen mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Typ‑2‑Diabetes oder Herz‑Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein können und sich kein wirklich „sicherer“ oberer Grenzwert angeben lässt.
Das Fazit dieser Gremien ist deutlich: Je weniger raffinierter und zugesetzter Zucker, desto besser – vor allem, wenn gleichzeitig mehr vollwertige, unverarbeitete oder wenig verarbeitete Lebensmittel auf dem Teller landen.

Zucker wirkt nicht nur auf den Körper, sondern auch auf das Gehirn. Wenn wir etwas Süßes essen, registrieren Geschmacksknospen den süßen Reiz und geben die Information weiter in Regionen, die für Belohnung und Motivation zuständig sind.
Das sogenannte dopaminerge System wird aktiv: Dopamin wird ausgeschüttet, ein Botenstoff, der für ein Gefühl von Freude, Lust und Motivation sorgt.
Studien zeigen:
Im Alltag kann sich das so zeigen:
Fachartikel beschreiben dieses Muster als „sucht ähnlich":
Hoher Zuckerkonsum aktiviert die gleichen Belohnungen Bahnen wie andere Suchtstoffe und kann zu einer Art Abhängigkeit führen, bei der das Verlangen nach Zucker immer wieder neu angefeuert wird.
Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch automatisch „zuckersüchtig“ ist, aber es macht deutlich, warum es für viele so schwer ist, den Konsum zu reduzieren – das Gehirn spielt aktiv mit.
Über weite Teile der Menschheitsgeschichte gab es nur sehr begrenzte Quellen intensiver Süße: Honig, manche Früchte, bestimmte Getreide oder Wurzeln. Kristallzucker in der heutigen Form war lange unbekannt, teuer oder nur für wenige Menschen verfügbar.
Erst mit der Kolonialgeschichte, dem Ausbau von Plantagen und später der industriellen Verarbeitung stieg der Zuckerkonsum in vielen Ländern dramatisch an.
Berichte zeigen, dass Pro-Kopf-Verbräuche von wenigen Kilogramm pro Jahr auf Dutzende Kilogramm gestiegen sind, parallel zur Ausbreitung von Zuckerraffinerien und industrieller Lebensmittelproduktion.
Heute ist raffinierter Zucker billig, jederzeit verfügbar und in einem Ausmaß in Produkte eingearbeitet, das es vor 100 Jahren so für die meisten Menschen nicht gab.
Das zeigt sich im Alltag:
Unsere Körper und unser Stoffwechsel sind biologisch an eine Umwelt angepasst, in der Zucker selten war – wir leben aber in einer Welt, in der Zucker überall und sehr konzentriert vorkommt.
Die Diskrepanz zwischen biologischer „Ausstattung“ und moderner Zucker Flut ist ein wichtiger Grund, warum raffinierter Zucker heute so kritisch gesehen wird.

Ein großer Teil unseres Zuckers kommt nicht aus den offensichtlichen Quellen, sondern aus Lebensmitteln, in denen wir ihn auf den ersten Blick nicht erwarten.
Beispiele für versteckten Zucker:
Das zeigt:
Selbst wer selten klassische Süßigkeiten isst, kann durch solche versteckten Quellen insgesamt auf eine hohe tägliche Zuckermenge kommen.
Ein bewusster Blick auf Zutatenlisten und Nährwerttabellen ist deshalb ein wichtiger Schritt, um einen realistischen Eindruck vom eigenen Zuckerkonsum zu bekommen.
Welche Krankheiten mit hohem Zuckerkonsum in Verbindung stehen
Zahlreiche große Gesundheitsorganisationen und Fachgremien nennen Krankheiten, deren Risiko mit hohem Zuckerkonsum steigt.
Besonders gut untersucht sind:
Entscheidend ist nicht das einzelne Stück Kuchen, sondern die langfristige Gesamtmenge an raffiniertem Zucker im Zusammenspiel mit anderen Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Schlaf, Stress und Rauchen.
Je häufiger freier Zucker konsumiert wird – und je „klebriger“ oder länger sie im Mund oder Blut bleiben –, desto ungünstiger ist das meist für Zähne, Stoffwechsel und Gefäße.

Aus Sicht vieler Fachleute und Institutionen spricht viel dafür, dass wir ohne raffinierten Zucker, oder zumindest mit deutlich weniger davon, gesundheitlich besser aufgestellt wären.
Einige Punkte:
Es geht nicht darum, jeden Genuss zu verbannen, sondern darum, die Rolle von raffiniertem Zucker bewusst zu verkleinern:
Dieser Artikel fasst Forschungsergebnisse und Empfehlungen von Organisationen wie der WHO und europäischen Fachgremien zusammen und möchte ein Bewusstsein für den Einfluss von raffiniertem Zucker schaffen.
Er ist keine medizinische Empfehlung und ersetzt keine persönliche Beratung. Bitte triff keine Entscheidungen zu Therapien, Medikamenten oder speziellen Diäten nur aufgrund dieses Textes – und wende dich bei gesundheitlichen Fragen immer an Ärztinnen, Ärzte oder andere qualifizierte Fachpersonen.
(Hier Geht´s zum Gartenprojekt)
Weitere Infos:
#Resilienz #PsychischeGesundheit #Stressbewältigung #Selbstfürsorge #MentaleStärke #Widerstandskraft #EmotionaleBalance #Optimismus #Akzeptanz #Lösungsorientiertheit #SozialeNetzwerke #Zukunftsplanung #GemeinsamResilient #Hamburg #Norderstedt #Gemeinschaft #Nachbarschaft #Gesundheit